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VDE
07.09.2023

INSPIRE-relevante Geodaten einheitlich bereitstellen

Geodaten sind für effiziente Reparaturen an sowie Um- und Neubau von Stromleitungen grundlegend. Wie diese Daten bundesweit einheitlich zugänglich gemacht werden, erklärt eine neue Handlungsempfehlung.

Die EU-Richtlinie INSPIRE (Infrastructure for Spatial Information in Europe) dient der einheitlichen Bereitstellung umweltrelevanter Geodaten über eine national vorzuhaltende Geodateninfrastruktur. Sie verpflichtet unter anderem Unternehmen der Ver- und Entsorgungswirtschaft, Geodaten öffentlich zugänglich zu machen. In Deutschland wurde die Richtlinie in den Geodatenzugangs- und Geodateninfrastrukturgesetzen von Bund und Ländern umgesetzt. Nun hat die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit VDE FNN, dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) sowie dem Bundesministerium des Inneren und für Heimat (BMI) und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine Handlungsempfehlung Teil 2 nach der INSPIRE-Richtlinie veröffentlicht.

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Christine Kaufmann

Musterdatensatz eines Stromversorgers als Beispiel

Die Publikation fokussiert darauf, wie INSPIRE-relevante Geodaten und -dienste bundesweit einheitlich zugänglich gemacht werden. Neben Erläuterungen zur empfohlenen Ausgestaltung der Geodaten enthält die Handlungsempfehlung auch eine beispielhafte Darstellung der Umsetzung anhand des Musterdatensatzes eines Stromversorgers. Im Anhang wird das INSPIRE-Datenmodell für Infrastrukturflächen detailliert spezifiziert. Die Erarbeitung der Empfehlung erfolgte verbands- und spartenübergreifend. Die Publikation wird gemeinsam mit der Bundesregierung und der Initiative Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) veröffentlicht.

Sicherheit kritischer Infrastrukturen im Mittelpunkt

Bereits 2016 wurde die ebenfalls verbandsübergreifende Handlungsempfehlung Teil 1 der INSPIRE-Richtlinie veröffentlicht. Sie beschreibt den generellen Ablauf der INSPIRE-Umsetzung, geht ausführlich auf die Sicherheitsaspekte für kritische Infrastrukturen ein und spricht eine Empfehlung für die Erfassung der Metadaten über die Metadatenkataloge aus.

Zusätzlich unterstützt VDE FNN mit seinem spartenübergreifend abgestimmten Regelwerk zu Geodaten die Standardisierung der Daten und ermöglicht einen effizienten Umgang damit.