VDE FNN
02.04.2025

VDE FNN gibt Handlungsempfehlungen für den cybersicheren Umgang mit cloudbasierten Energie-Management-Systemen

Die netzorientierte Steuerung von Anlagen in der Niederspannung bietet große Chancen und erschließt Flexibilitätspotentiale für Markt und Netzbetrieb – wenn sie von allen Beteiligten manipulationssicher umgesetzt wird. Diese Sicherheit ist in Gefahr, wenn energiewirtschaftlich relevante Steuerbefehle nach der Übergabe an die Kundenanlage nicht ausschließlich lokal, das heißt in der Kundenanlage, verarbeitet werden. VDE FNN klärt dazu in einer Position auf.

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Frank Borchardt

Energie-Management-Systeme erhalten energiewirtschaftlich relevante Daten verpflichtend über das Smart-Meter-Gateway, während sie marktliche Steuerungsvorgaben und weitere betriebliche Daten auch über die 2. WAN erhalten können. Es gibt jedoch Energie-Management-Systeme, bei denen das energiewirtschaftlich relevante Steuerungssignal des Verteilnetzbetreibers hinter der Übergabe durch die Steuerungseinrichtung des Messstellenbetreibers zunächst über das öffentliche Internet an eine Cloud zur Verarbeitung übermittelt werden. Erst nach Rückübermittlung aus der Cloud erfolgt die Weitergabe an steuerbare Verbrauchseinrichtungen oder EEG-Anlagen.

Die Übermittlung von energiewirtschaftlich relevanten Daten über eine potentiell ungesicherte WAN-Kommunikation und die Verarbeitung in der Cloud passen nicht zu den hohen Sicherheitsstandards, die für die Übermittlung des Steuerbefehls über die Infrastruktur intelligenter Messsysteme vorgegeben wird. 

VDE FNN hat hierzu ein Positionspapier erstellt, das mögliche Probleme einordnet und Handlungsempfehlungen für deren Lösung beschreibt.